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Kokos

Herkunft der Kokosfaser

Kokospalmen
Kokospalmen

"Baum des Lebens", so heißt die Kokospalme bei den Indern. Und ein indisches Sprichwort lautet:
"Wer eine Kokospalme besitzt, hat alles, was er zum Leben gebraucht!"
Das trifft auch zu und beweist, welche große Bedeutung die Kokospalme für die Eingeborenen hat.
Das gegen alle Witterungseinflüsse widerstandsfähige Holz des Stammes ist ein gutes Nutzholz für alle Zwecke. Die Blätter bilden ein brauchbares Material für die Bedachung und den Bau von Eingeborenenhütten. Blattstiele und -rippen finden als Flechtstoff Verwendung bei der Herstellung vieler täglicher Gebrauchsgegenstände. Aus den Wurzeln gewinnt die pharmazeutische Industrie wichtige Grundstoffe. Angezapfte Blütenstände liefern einen zuckerhaltigen Saft für die Gewinnung von Palmzucker und Palmwein. Der Hauptzweck dieser Nutzpflanze , ist aber die Gewinnung der Frucht. Die frische Frucht mit ihrem hohen Eiweiß und Fettgehalt besitzt einen großen Nährwert und spielt in der Ernährung eine wichtige Rolle. Die Kokosmilch ist ein beliebtes, immer kühles und frisches Getränk. Als Kokosraspel wird sie in den Nahrungsindustrien fast aller Erdteile in nicht unerheblichem Umfang verbraucht. Die getrocknete Frucht liefert uns die Kopra, aus der wichtige Speiseöle und -fette hergestellt werden. Die Rückstände werden zu einem hochwertigen Viehfutter verarbeitet. Aus dem Faserpolster der Frucht wird die vielfach nicht durch andere Erzeugnisse zu ersetzende Kokosfaser gewonnen.

Kokospalme und Kokosnuss

Die Kokospalme erreicht im allgemeinen eine Höhe von 25 bis 30 Meter. Von ihrem 10. Lebensjahr an liefert eine Palme durchschnittlich 50 bis 60 Nüsse im Jahr. Bei besonders guter Pflege sind sogar Ernten von 100 und mehr Nüssen möglich. Drei - bis zwölfmal in jedem Jahr können von einer Palme reife Früchte geerntet werden. Die Nüsse sitzen traubenartig in der Krone der Palme.
Der Fruchtkern mit dem eigentlichen Nutzfleisch ist mit der bekannten steinharten Schale umgeben. Diese wiederum ist in ein 5 bis 8cm dickes Faserpolster eingebetet.
Nach außen ist die Frucht dann von einer zähen lederartigen Hülle eingeschlossen.
So merkwürdig uns diese Verpackung der Frucht selbst zunächst anmuten mag, bei einer gewissen Überlegung leuchtet ihre Zweckmäßigkeit aber durchaus ein. Während des Reifeprozesses schützt das Faserpolster die Frucht vor der glühenden Sonne und hält das Innere kühl und frisch. Nach der Reife und bei der Ernte der Früchte vermeidet es beim Herunterfallen und Aufschlagen auf den Boden Beschädigungen des Fruchtkerns. Aber auch an die Verbreitung der Kokospalmen hat die Natur hierbei gedacht. Von den meist unmittelbar an den Küsten wachsenden Palmen tragen die Wellen die Früchte oft wochen- und monatelang an andere Plätze, an welchen sie Wurzeln schlagen können. Dank der Faserpolster bleiben die Früchte schwimmfähig und überstehen weite Reisen, ohne ihre Keimfähigkeit zu verlieren.

In ihrem Aufbau gleicht die Kokosfaser einer winzigen Röhre. Diesem Umstand verdankt sie ihr spezifisch geringes Gewicht, ihre stets gleichbleibende Elastizität und besonders ihre hohe schalldämpfende und wärmehaltende Wirkung. Ein weiterer Vorteil liegt in ihrer Unempfindlichkeit gegen Feuchitgkeit - selbst bei anhaltender Nässe fault sie nicht -, in ihrer großen Scheuerfestigkeit und der hohen Reißfestigkeit. Gegen Mottenfraß ist sie unempfindlich.